Das war das Green Tourism Camp 2021

Hach, das erfüllende, wohlige Gefühl von vollen Köpfen, Bäuchen und Herzen nach drei Tagen des intensiven Wissenstransfers und jeder Menge toller Gespräche – ungefähr so haben sich das Team und die insgesamt 75 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des vergangenen Green Tourism Camps bei ihrer Rückkehr aus dem Schwarzwald gefühlt.

Wer mit dem Konzept „Barcamp“ nicht vertraut ist und die Veranstaltung verspätet besucht hätte, wäre sich hier sicherlich vorgekommenn wie bei einem Klassentreffen alter Freunde, die ihr Interesse an der Nachhaltigkeit in Form von intensiven Diskussionen in Kleingruppen bekunden, umrandet von ausgelassenen Kaffeepausen und Freizeitaktivitäten. Denn nebst der unzähligen interessanten Themen-Sessions wurde auf diesem Event mächtig genetzwerkt, gelacht und einfach das Zusammensein genossen.

Berge und blauer Himmel
Frank Heinemann und Ulrich Pilz am Stehtisch
Tisch mit Essen
Sabine Böhling und Max Dilitz mit Tellern

Die Veranstalter und Organisatoren des #GTC21

Anne Seubert, Stephan Bode, Thomas Karl und Suzann heinemann vor Bildschirm

Das Green Tourism Camp, dessen offizieller Hashtag #GTC21 lautet, hat vom 24. Bis 26. November im Hotel SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb stattgefunden.

Zum dritten Mal in Folge haben das Team des InfraCert Instituts, bekannt als GreenSign, unter der Leitung von Suzann Heinemann gemeinsam mit Anne Seubert von Brands&Places und Wolf-Thomas Karl von WOLF.Communication & PR dieses bedeutende Branchenevent organisiert.

Maßgeblich unterstützt wurden sie hierfür unter anderem von Anne Schiefer und Darlene Schwabroch vom Team GreenSign. 

Das Camp findet in jährlich wechselnden Locations statt, angeführt von der Premiere im Schloss Hohenkammer im Jahr 2019, auf welche ein Online-Camp auf der virtuellen Green Community Base im Frühjahr 2021 folgte.

Willkommen im Hotel Schwarzwald Panorama

Der diesmalige Austragungsort, das mit GreenSign Level 5 zertifizierte und liebevoll „SchwaPa“ genannte Haus im nördlichen Baden-Württemberg, hätte kaum ein besserer Mit-Veranstalter des Camps sein können.

Ein nachhaltiges Hotel, wie es im Buche steht, geführt und gepflegt von detailverliebten, ambitionierten und grenzenlos engagierten Inhabern und Mitarbeitenden, welche maßgeblich am stimmigen Programm und der Wohlfühlatmosphäre während der gesamten drei Tage beteiligt waren.

Hier muss ich noch mal hin!

Um das höchste Maß an Sicherheit und Schutz während der Veranstaltung zu gewährleisten, fand das Green Tourism Camp erstmalig als 2G+ Veranstaltung statt. Selbsttests für den morgendlichen Gebrauch standen allen Teilnehmer und Teilnehmerinnen vor Ort zur Verfügung, und dank modernster Technik von weframe konnten sogar hybride Camper und Camperinnnen zugeschaltet werden.

Ein Dankeschön von Herzen an alle Sponsoren des Green Tourism Camps

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Sponsoren und Unterstützern des Barcamps bedanken, ohne die das Event nicht das Gleiche gewesen wäre! Wir sind froh und glücklich, dass ihr unser Vorhaben und unsere Ambitionen eines nachhaltigen Tourismus unterstützt und begleitet. 

Begrüßungsrede unseres Gastgebers Stephan Bode

Gestartet hat das Camp am Mittwochnachmittag mit einer kurzen Begrüßung des Gastgebers Stephan Bode, Inhaber und Geschäftsführer des Hotels SCHWARZWALD PANORAMA.

„Beim Schwarzwald Panorama leben wir für die Nachhaltigkeit – es ist unser inneres Ideal, und wir haben viel Freude daran. Das Fundament der Nachhaltigkeit trägt das Haus bis heute, angefangen mit Bio, dem CO2-Fußabdruck und der Klimaneutralität.“ In seinem Impuls erzählte Stephan weiterführend von der im Jahr 2017 neu geschaffenen Position, die seine Assistenz Stephanie Schießl sich zur Herzensaufgabe gemacht hat, ‚Entwicklung nachhaltiges Bewusstsein‘.
Hiermit sollen alle Hotelbereiche in die nachhaltige Führung einbezogen werden, damit das Hotel jeden Tag zu einem respektvollen Umgang mit Menschen und dem natürlichen Lebensraum beitragen kann.

Außerdem führte Stephan in seiner Begrüßung die Worte ‚Teilgeber‘ und ‚Teilgeberin‘ ein und erzählte von zwei metaphorischen Einkaufswägen, die alle Camper und Camperinnen mit Input, Erfahrungen, Inspiration, Wissen, Gedanken und Lächeln vollgepackt vom Schwarzwald mit Nachhause nehmen sollten.

Kick-Off Panel: Perspektive Tourismus - Fair, nachhaltig, gesund

Panel-Zusammenfassung öffnen - Es lohnt sich!

Als Kick-Off Panel des diesjährigen Green Tourism Camps wurde das Thema „Perspektive Tourismus: Fair, nachhaltig und gesund“ gemeinsam mit vier Experten aus der Industrie diskutiert. Dieses sollte als inhaltlicher Einstieg in das Camp fungieren und alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Nachhaltigkeit und Gesundheit einführen.

Peter Bachmann, Gründer des Sentinel Haus Instituts, erklärte den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit wie folgt:
„Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Gesundheit wird dann deutlich, wenn wir uns ins Bewusstsein rufen, dass Gebäude und deren Produkte uns Menschen schwer krank machen können.“

Auch Suzann Heinemann, Geschäftsführerin von GreenSign by InfraCert, hat die Schnittmengen zwischen Nachhaltigkeit und Gesundheit schon längst erkannt.

„Täglich die Lebensqualität für alle Menschen besser machen“, das war Angéliques Erklärung für die Notwendigkeit von Konzepten wie Cradle-to-Cradle. Die Dansk Wilton Mitarbeiterin offenbarte, dass die Wahl von nachhaltig und gesund produzierten Bau- und Einrichtungsprodukten in der Hotellerie die Betriebszugehörigkeit maßgeblich beeinflussen kann.

Im Zusammenhang der Gesundheit spielen auch Schlaf und Erholung eine nicht unwesentliche Rolle: „Guter Schlaf zählt zur Erhaltung der Gesundheit. Die Wahl der richtigen Matratze ist hier elementar wichtig.“

Hingegen vieler Erwartungen seien ökologische und bio-zertifizierte Produkte nicht immer gleich gesund, erzählte Peter Bachmann:
„Wir bei Sentinel Haus sehen uns ein bisschen wie die Wächter der Gesundheit von Menschen. Dabei setzen wir auf Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit von Produktherstellern.“

Stephan Bode ergänzte an dieser Stelle: „Es gib nichts auf der Welt, was nicht unmittelbar auf andere einwirkt. Alles ist Teil eines großen Ganzen, und das muss begriffen werden.“

Die Panel-Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich nach einem spannenden Austausch einig, dass die Gesundheit ein tolles trojanisches Pferd sei, um die Nachhaltigkeit durch die Tür zu bringen, und Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen zu begeistern.

Vielen Dank an Peter Bachmann, Jens Rosenbaum, Angélique Krauter und Suzann Heinemann für das schöne Kick-Off Panel! 

Die gemeinsame Sessionplanung

BARCAMP – dieser Begriff hat in seiner ursprünglichen Bedeutung vorerst wenig mit alkoholischer Versorgung zu tun (aber keine Sorge, dafür haben wir auf dem Camp auch Sorge getragen ;-)).

Vielmehr geht es bei diesem Veranstaltungskonzept, auch „Unkonferenz“ genannt, darum, dass die anwesenden Camper und Camperinnen die Programminhalte vor Ort selbst aktiv mitgestalten. Bei der gemeinsamen Sessionplanung am Mittwochabend konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Themenwünsche für die kommenden beide Tage also mit Hilfe ihrer Mobiltelefone einfach und schnell auf das weframe des Hauptraumes senden, wo sie anschließend vom Organisationsteam gruppiert und als finaler Sessionplan angelegt wurden.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön noch einmal für die vielen Vorschläge und Ideen aller Teilnehmer – wir waren beeindruckt!

Nach einem spannenden ersten Camp-Tag haben wir den Abend mit einem leckeren Buffet im Restaurant La Vie ausklingen lassen, um uns körperlich und geistig auf die kommenden Tage vorzubereiten. Mit wunderbar vielseitiger, auch vegetarischer und veganer Kost des Hotels war das ganz einfach möglich – Chapeau an das Küchenteam!

Donnerstagfrüh - Let's get started

Nach einem angenehmen Networking-Abend wurden die Teilnehmer am ersten „richtigen“ Camp-Tag mit traumhaften Klangschalen – Meditationen in den Morgen eingeführt.

Danach ging es mit einer informativen Keynote von Heiko Rittweger weiter, in der er die Camper und Camperinnen intensiver in das Thema Cradle-to-Cradle mitnahm.

Anschließend stelle Lena Götzenberger im Rahmen ihrer „3 Minutes of Fame“  das Unternehmen TUTAKA und die Beweggründe für umwelt- und sozialverträglichen Einkauf im Gastgewerbe vor.

Nach den beiden Präsentation ging es mit frischem Kopf und voller Energie in einen aufregenden Session-Tag.

28 Sessions in 6 Räumen

Sessions im Raum SWISSFEEL - protokolliert von Darlene

Mein nachhaltiges, gesundes Hotel – Bauen und Betreiben in der Praxis

10:00 Uhr – 10:45 Uhr
 Sessiongeber: Suzann Heinemann, GreenSign; Peter Bachmann, Sentinel Haus; Stephan Bode, Schwarzwald Panorama

Die erste Session im Raum SWISSFEEL zum Thema „Mein nachhaltiges, gesundes Hotel – Bauen und Betreiben in der Praxis“ wurde von Suzann (GreenSign), Peter (Sentinel Haus) und Stephan (SchwaPa) initiiert und von insgesamt 12 Menschen besucht. Stephan Bode eröffnete die Session mit den Worten „Alles, was wir essen und trinken, nimmt Einfluss auf uns. Einfach alles, was wir zu uns nehmen und womit wir uns umgeben, landet bei uns im Körper.“

Zu diesem Ausgangsstatement ergänzte Suzann, dass wir Menschen in puncto Bewusstsein für gesündere Alternativen beim Thema Essen schon viel weiter seien als bei den Aspekten Gebäuden und Wohngesundheit.

Kirsten Feld-Türkis (Keylens Management Consultants) mischte sich in die Diskussion ein mit der Aussage, dass wir beim Bauen die Chance ein Stück weit verpasst hätten, heute schon Leuchttürme zu haben. Um hier schnell aufzuholen sei es von Vorteil, sich anzuschauen, in welchem Segment der Hotellerie wir mit Wohngesundheit den größten Hebel haben: Ist es die Leisure-Hotellerie, das 3-Sterne Segment, oder ganz was anderes? Wo sind die entsprechenden Nischen und wie finden wir diese? Stephan Bode’s Antwort hierauf lautet schlichtweg:
„Man muss sich auf den Weg machen“. Er selbst sei sich nicht sicher, wie sein großes Projekt der Zimmer-Renovierung im Cradle-to-Cradle Style genau von Statten gehen würde. Aber wir selbst müssen die Veränderung sein und erkennen, was wir als Markt für eine große Macht haben, und in Aktion kommen.

Auch das Thema gute Raumluft wurde diskutiert. Hierbei waren Peter Bachmann und Hans Heller (medeco cleantec) sich einig, dass eine durch Geld und Lobbyismus getriebene Desinformation am Markt herrsche und es für viele Probleme längst Lösungen gäbe, diese aber häufig unterm Dach gehalten würden.

Wichtig, um viele Menschen in der Wohngesundheit mitzunehmen, auch innerhalb unserer Branche, sei laut Peter Bachmann die Frage:
„Was haben die Leute davon, sich damit zu beschäftigen?“ Die Vorteile auf den Punkt zu bringen sei essenziell, und hiermit seien wir noch nicht am Ende der Reise angekommen.

Stephan Bode ergänzte, dass es hierfür Instrumente wie das GreenSign Health bräuchte, um seinen Mitarbeitern und Gästen einen hohen Arbeitsstandard und eine bestmögliche Sicherheit und Gesundheit zu ermöglichen.

Angélique Krauter (Dansk Wilton) und Marina Hobi (die Hotelharmonisierer) kamen auch zum Thema ‚Architekten im Wandel‘ ins Gespräch, denn hierbei sei auffällig, dass Frauen oftmals erheblich offener für gesunde und nachhaltige Produkte seien als Männer.

Anja Engel (GreenSign) ergänzte, dass Themen wie diese in Studiengänge für junge Architekten gehören sollten, und Estella Schweizer (Botschafterin für vegane Küche) erinnerte, dass die Hospitality einer der größte Influencer für Menschen zum Leben sei: Denn hier erfahren sie direkte Inspiration und praktische Tipps, die sie mit Nachhause nehmen können.

Fazit dieser Session war die Überlegung zur Gründung einer konzentrierten Task-Force mit den Fokus-Themen „Gesundheit /Gesunder Bau/Gesunde Hotels“. Interessiert an dieser Idee waren insbesondere Peter Bachmann, Stephan Bode, Suzann Heinemann, Kirsten Feld-Türkis und Estella Schweizer.

Vielen Dank an die Sessiongeber und alle Teilnehmer für die schöne Diskussion!

Nachhaltige Unternehmenskultur und interne Nachhaltigkeit

11:15 Uhr – 12:00 Uhr
Sessiongeberin: Sabrina Deutsch, Saarland Tourismus

Diese Session wurde von Sabrina Deutsch (Saarland Tourismus) vorgeschlagen und maßgeblich geleitet. Ihr Wunsch war es, sich mit der Schaffung von Nachhaltigkeitsbewusstsein bei Gästen, Mitarbeitern und Stakeholdern zu beschäftigen und gemeinsam zu eruieren, wie wir Nachhaltigkeit möglichst überzeugend, emotional und begeisternd kommunizieren können, um als Multiplikatoren zu fungieren.

Insgesamt 20 Menschen haben diese Session besucht, darunter Katharina Joggerst (Europäischer Hof Heidelberg), Jan Specht (Curtice Brothers) und Franjo Roso (Boutique-Hotel Alemannenhof).

Katharina erzählte zu Beginn der Session, dass der Europäische Hof alle internen Nachhaltigkeitsmaßnahmen über die App „Überblick“ mit seinen Mitarbeitenden kommuniziere, und dass auf diesem Wege Häppchenweise Bewusstsein und kleine Zielsetzungen jeder Abteilung zugespielt würden. Auf die Frage, welche Resonanz das Hotel von den Mitarbeitenden hierfür bekäme, teilte Katharina mit der Gruppe, dass die Meinung gespalten seien und das Thema mit der älteren Generation schwieriger zu kommunizieren sei.

Angélique Krauter (Dansk Wilton) ergänzte, dass dies mitunter daran liegen könnte, dass jeder ein anderes Nachhaltigkeitsverständnis habe. Wichtig wäre erst einmal die Klärung der Fragen „Was ist Nachhaltigkeit?“, „Was ist damit gemeint?“ und „Wie nehme ich alle Mitarbeitenden auf dem gleichen Level mit?“. Diese Fragen seien laut Sabrina Deutsch auch im Saarland Tourismus noch nicht vollends geklärt und ausbaufähig, wie interne Umfragen bestätigt hätten.

Loreen Wißmann (Der Öschberghof) teilte daraufhin ihre Herausforderungen aus dem Öschberghof mit: Im Moment gäbe es so viel Zeitdruck, Überstunden und Personalmangel, dass man den Mitarbeitenden nicht noch zusätzlich auf die Nachhaltigkeit ansprechen könne. Eine allerdings sehr positive Wahrnehmung im Hotel sei die Tatsache, dass potenzielle neue Mitarbeitende im Recruitingprozess die Nachhaltigkeit des Öschberghofs oft als ausschlaggebendes Argument für die Wahl der Bewerbung nennen. Hierbei habe GreenSign als verlässliches Zertifizierungs- und Kommunikationssystem enorm geholfen.

Anna Juranek und Jörg Grede (Waldhotel Stuttgart) stimmten Loreen zu und berichteten, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Waldhotel Stuttgarts die Nachhaltigkeitsbemühungen des Hauses sehr gut annahmen, was mitunter daran liegen würde, dass sich Armin Wolff (GreenSign) sich nach Zertifizierung und Audit einige Stunden Zeit genommen habe, um alle Führungskräfte des Hotels zur Nachhaltigkeit zu briefen und abzuholen.

Außerdem wurden in dieser Session die folgenden Themen angesprochen:

• Belohnung/Anreizsysteme für Mitarbeiter in puncto Nachhaltigkeit
• Das Projekt „Säckchen füll dich“ des Saarland Tourismus, über welche die Gäste schon beim Check-In mit den Mitarbeitern zur Nachhaltigkeit ins Gespräch kommen
• Die positive Erwähnung von Nachhaltigkeit in Bewertungsbögen von Hotels • Die Strenge und Aufmerksamkeit von Hotelgästen bei der Nachhaltigkeit von Hotels
• Die Idee eines Nachhaltigkeitstagebuches und einer Balanced Scorecard
• Die internen Kommunikationsapps Hotelkit & Überblick (Überblick laut Teilnehmer technisch leichter für ältere Leute und sehr praktische Option von Google Translate für ausländische Mitarbeiter)
• Ein Intranet/Dashboard für die interne Kommunikation der Nachhaltigkeit
• Den Video-Treff alle 2 Wochen für direkten Austausch, Wissenstransfer und Diskussionen zur Nachhaltigkeit

Danke an Sabrina für die schöne Sessionidee und an alle Teilnehmer für euren vielen Input!

Biologisch abbaubere Verpackungen und Mehrweglösungen für Hotellerie & Gastronomie

12:00 Uhr – 12:45 Uhr
Sessiongeberin: Simone Dörffeldt, Pacovis

Die Idee zu dieser Session kam freundlicherweise von Simone Dörffeldt (Pacovis), welche den Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine große Box an biologisch abbaubaren Verpackungen aus Maisstärke, Palmenblättern und mehr mitbrachte, um diese erfühlen und ertasten zu können.

Mit dabei waren insgesamt 14 Camper und Camperinnen, und besonders aktiv haben sich Konstantin Ballek (ETL Adhoga), Sabine Böhling (sb2 concepts), Patrik Rothkopf (DEHOGA Nordrhein) und Sebastian Kolb (BRITA VIVREAU) eingebracht.

Recht schnell nach Beginn der Session waren sich ein Großteil der Teilnehmer einig, dass Recycling und abbaubare Verpackungen zwar ein erster Ansatz seien, aber noch keine perfekte Lösung. Das liege, wie Sabine erklärte, mitunter daran, dass deutsche Deponien recyclingfähige Materialien nicht lange genug liegen ließen, sondern in den meisten Fällen lediglich verbrennen würden.

Ein großes Diskussionsthema dieser Session war die Frage „Wo entsorgen wir biodegrable Müll eigentlich?“. Denn in der Bio-Anlage dauert die Verrottung dessen zu lange, und oftmals nimmt die Müllabfuhr entsprechende Abfälle gar nicht erst mit, da sie zu sehr nach Plastik oder Styropor aussehen.

Carolin Schomaker (UniCaps) fasste zusammen, dass in Sachen Abfallmanagement in Deutschland schlichtweg die Aufklärung fehlt.

Konstantin Ballek (ETL Adhoga) gab zu bedenken, dass sich Unternehmen vor der Einführung eines Mehrwegsystems ordentlich Gedanken darüber machen sollten, was zum jetzigen Zeitpunkt an Angeboten auf der Speisekarte steht und wie viele tiefe und flache Behältnisse wirklich gebraucht werden.

In diesem Zusammenhang erwähnten die Sessionteilnehmer die beiden aktuell dominanten Mehrweganbieter Vytal und ReCup und stellten sich die Frage: „Wie bekommen wir es hin, dass nicht jeder seine eigene Suppe kocht? Wie können wir die Industrie motivieren, eine gemeinschaftliche Mehrweglösung durchzusetzen?“

Und neben diesen offenen Fragen tauchten weitere Herausforderungen zur Mehrwegpflicht ab 2023 auf, die besonders Patrick und Sabine zu beschäftigen schienen:

• Wie werden die Mehrwegbehältnisse gereinigt? (Hygiene vs. Wasserverbrauch)
• Wo werden die Mehrwegbehältnisse gereinigt? (Beispiel der Waschstraße in Polen, weiter LKW Transport, CO2-Emissionen enorm)

Übrigens: Die verabschiedete Mehrwegpflicht ab 2023 für To Go Essen schließt ein, dass Einweg zwar weiter genutzt werden darf, aber Mehrwegalternativen von Seiten der Gastronomiebetriebe mit angeboten werden müssen.

Tobias Günther (rezemo) teilte zum Ende der Session noch eine neue Regelung mit, welche im Sommer 2021 verabschiedet worden sei und das Entsorgen von Bio-Verpackungen im Bio-Müll untersagt:

„(…) Insofern sind Abfälle von Produkten aus bioabbaubaren Kunststoffen, wie Tragetaschen und andere Verpackungen, Essgeschirr und -besteck, Trinkbecher und -flaschen oder Kaffeekapseln, auch keine zulässigen Bioabfallstoffe oder Zuschlagmaterialien für die getrennte Sammlung, etwa über die Biotonne, auch dann nicht, wenn diese biologisch abbaubaren Kunststoffprodukte nach den einschlägigen DIN EN zertifiziert und als „kompostierbar“ bezeichnet sind. (…)“
(Auszug aus Verordnung zur Änderung abfallrechtlicher Verordnungen, Fassung nach Beschluss des Bundeskabinetts vom 22.09.2021)

Den vollständigen Gesetzesentwurf gibt es hier (Passage ist auf Seite 93 zu finden).

Vielen Dank an Simone für die Vorbereitung, Tobias für die Info zum Gesetzesentwurf und alle anderen Teilnehmer für die aktive Diskussion!

Nachhaltiger Einkauf & B2B Relations aufbauen

14:00 Uhr – 14:45 Uhr
Sessiongeberin: Lena Götzenberger, TUTAKA 

Lena Götzenberger (TUTAKA) hat diese Session in Leben gerufen, um den nachhaltigen Einkauf in Hotellerie und Gastronomie zu besprechen, die Bedürfnisse dafür zu klären, und zu definieren, welche Herausforderungen häufig auftauchen, und wie diese bestmöglich gemeinsam bewerkstelligt werden können.

Insgesamt 22 Camper und Camperinnen waren Teil dieser Session und sorgten damit für eine interaktive Diskussion, darunter Ulrich Pilz (Gerolsteiner), Wolfgang Erben (DUNI) und Florian Firley (Waldgasthof Margarethenmühle).

Lena leitete gleich mit ein paar praktischen Tipps in die Session ein: Hoteliers, die ihren Einkauf auf nachhaltigere Alternativen umstellen möchten, sollten sich zunächst die folgenden Fragen stellen:

1) Welchen Bedarf hat man an einem gewissen Produkt?
2) Welche Produkte müssen gar nicht mehr nachbestellt werden?
3) Welche Zusatzkosten entstehen durch nachhaltige Alternativen?

Joachim Schütt (HGK) zeigte an dieser Stelle ganz passend den Vergleich zwischen Matratzen und Kaffee auf: langfristige Bestandsware vs. regelmäßig neu beschafften und einfach austauschbaren Kleinstprodukten.

Tim Deisinger (Beyond Bookings) schaltete sich recht zügig ein und gab zu bedenken „Wer billig kauft, kauft zweimal.“ Die erste Investition in nachhaltige Produkte sei häufig höher als die gleichartige Investition in konventionelle Produkte, was für vielen Menschen eine Schmerzgrenze bedeute und ein Hindernis darstelle. Jedoch halte sich ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Produkt viel länger und könne auch öfter gebraucht werden. Höhere Investitionen sollten und müssen mit Argumenten wie diesen schmackhaft gemacht werden.

Lena bestätigte an dieser Stelle, dass der Preis nach wie vor einen großen Knackpunkt darstelle. „Was können wir machen, damit die Zahlungsbereitschaft beim Gast wächst?“. Hier spielen neben einem guten Produkt auch die Präsentation und Kommunikation eine entscheidende Rolle.

Transparenz, Authentizität, Markenimage und Kommunikation is Key – darüber waren sich alle Session-Teilnehmer einig. Franjo Roso (Boutique-Hotel Almannenhof) gab an dieser Stelle jedoch zu bedenken, dass nicht zu ausführlich und zu transparent kommuniziert werden sollte, um die Hotelgäste nicht mit unzähligen Flyern zu überfordern.
Informieren und inspirieren, und das im richtigen Ton – das warf Armin Wolff (GreenSign) in die Diskussion. Den bewussten Verbraucher und Gast, den wir uns wünschen, finden wir heute in der breiten Masse noch nicht. Daher ist es entscheidend, jetzt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu arbeiten, sondern eine positive Kommunikationsstrategie über die gesamte Guest Journey zu verwirklichen.

Neben der Finanzierung und Kommunikation nachhaltiger Produkte war auch die Frage nach der Neuanschaffung nachhaltiger Produkte oder der Beibehaltung konventioneller Produkte ein Diskussionspunkt.
Tim Deisinger erklärte, dass bei größeren Anschaffungen, wie beispielsweise Kühlschränken, oftmals die Energieeffizienz gegenüber der Wirtschaftlichkeit stünde. Welcher Weg sich hier mehr lohne, sei nahezu unmöglich zu kalkulieren, denn jedes Produkt sollte hierfür individuell betrachtet werden. Gibt es einen Markt für alte Geräte, damit man sie nicht verschrotten muss? Ist eine teurere Investition langfristig besser?

Lena Götzenberger war sich sicher, dass das Leasing die Zukunft sein wird – weg von Kaufen, hin zu Leasing Finanzierungen.
Dieser Punkt sei laut Angélique Krauter (Dansk Wilton) auch unter Betrachtung der verbrauchten Ressourcen ungemein wichtig: „Wenn wir die Ressourcen nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip im Kreislauf behalten möchten, müssen wir sie wieder zurücknehmen und weiterverwenden. Wir sollten mehr in Kreisläufen denken.“

Abgerundet wurde die Session mit den Ideen der Allround-Lösung mit Service, Wartung und Kundenbindung, um die gesellschaftliche Wegwerf-Mentalität zurückzuentwickeln und das Shelflife der Produkte in unserem Umlauf zu verlängern.

Danke Lena, danke alle für die spannende Session!

Personalmangel durch Nachhaltigkeit verhindern, nachhaltige Mitarbeiterführung & Betriebsübergabe

15:00 Uhr – 15:45 Uhr
Sessiongeber: Konstantin Ballek, ETL Adhoga

Diese Session, vorgeschlagen und abgehalten von Konstantin Ballek (ETL Adhoga) drehte sich um ein Thema, welches aktuell kaum relevanter für die Hotellerie sein könnte: „Personalmangel durch Nachhaltigkeit verhindern und nachhaltige Mitarbeiterführung“. Neben Konstantin interessierten sich 10 weitere Camper und Camperinnen für diese Themen, darunter Felix Werkmeister (a&o Hostels), Bettina Bachmann (Das Kartoffelhaus) und Sabrina Deutsch (Saarland Tourismus).

Konstantin startete mit einem spontanen, aber doch inspirierenden Impulsvortrag, in welchem er sich insbesondere auf die Themen Mentoring, Stellenausschreibung, HR und Onboarding stürzte – denn all diese Themen bedeuten für Konstantin Nachhaltigkeit. Die größte Frage, die im Raum stand, lautete „Was können wir tun für unsere Mitarbeitenden?“ Denn auch wenn das Payment extrem wichtig sei, gäbe es viele weitere Wege, nachhaltig mit seinen Mitarbeitenden umzugehen. Dazu zählen unter anderem Schulungen und Fortbildungen.

Franjo Roso (Boutique-Hotel Almannenhof) ergänzte: „Das, was mein Mitarbeiter möchte, das muss ich ihm bieten – und dann kann ich ihn auch halten.“ Sabrina schloss sich Franjo voll und ganz an, und fügte hinzu: „Da sind wir beim Thema Wertschätzung. Wir müssen sinnstiftende Arbeit ermöglichen und unseren Mitarbeitenden Verantwortung geben. Und wir müssen erkennen und kommunizieren, dass jede Position im Unternehmen kriegsentscheiden ist.“

Die weitere Diskussion behandelte die folgenden Themen:

• Identifikation mit dem Unternehmen schaffen
• Mitarbeitende genauso gut behandeln, wie unsere Gäste
• Stellenanzeigen – attraktiv, aus Mitarbeiter-Perspektive und auf der richtigen Plattform schalten
• Fragestellung: Wer sind wir und wo wollen wir hin?

Vielen Dank Konstantin für die Session Idee und deinen kleinen Vortrag! :)

Digitale Prozesse für die Hotellerie strukturieren

16:00 Uhr – 16:45 Uhr
Sessiongeber: Konstantin Ballek, ETL Adhoga
Protokollant: Armin Wolff, GreenSign

Die letzte Session im Raum SWISSFEEL drehte sich um das Thema „Digitale Prozesse in der Hotellerie strukturieren“. Die Ausgangsfrage hierfür war „Was wollen wir mit Digitalisierung eigentlich erreichen?“, und im Laufe der Diskussion wurde sich recht schnell und einheitlich auf die Antwort verständigt --> Digitale Helfer, die den Betriebsalltag erleichtern sollten!

Die Erkenntnis, dass wir bereits in einer digitalen Welt leben, welcher wir uns anpassen können und möchte, wirft insbesondere in der Hotellerie die Fragestellungen auf, wie wir unsere Mitarbeitenden für Digitalisierung begeistern können, und was für sie wirklich und unsere Gäste sinnvoll ist.

Digitale Gästemappen auf dem Hotelzimmer wurden als eine sehr fundierte Investition betrachtet. Dirk Klein (Hotel Haffhus) nutzt diese als internes Kommunikationssystem, welche den Gästen und Mitarbeitende gleichermaßen zur Verfügung stehen. Angebote solcher Gästemappen gibt es inzwischen von Unternehmen wie Betterspace, Gastfreund und Code2Order.

Die ersten Schritte hin zu digitalen Anschaffungen sei eine hochwertige Softwarearchitektur, welche als Schnittstelle innerhalb des gesamten Hotelbetriebs fungiert, erklärten die Teilnehmer der Session untereinander.

Digitalisierung könne weiterführend für energetische Entscheidungen, Zeiterfassung, Mitarbeitersteuerung, das Housekeeping und die Wäscherei von Vorteil sein.

Als wahrer Allround-Könner lohnt es sich also, auch aus nachhaltigen Beweggründen, sich genauer mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten innerhalb des eigenen Betriebs auszuschöpfen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für die interessanten Infos!

Sessions im Raum METRO - protokolliert von Magdalena

SDGs als Guideline des Handelns

10:00 Uhr – 10:45 Uhr
Sessiongeber: Olaf Schlieper, Deutsche Zentrale für Tourismus

Die erste Session in Raum METRO wurde von Olaf Schließer (Deutsche Zentrale für Tourismus) vorgeschlagen und maßgeblich durchgeführt, und drehte sich um ein besonders wichtiges Thema in der Nachhaltigkeit: Die SDGs als Guidelines des Handelns.

Was sind die SDGs? Die Sustainable Development Goals (Kurz SDGS), in Deutschland bekannt als die ‚17 Ziele‘, wurden 2015 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und sollen als Leitfaden für nachhaltiges Handeln gelten. Ihre 169 Unterziele dienen als Orientierungshilfe für umweltfreundliches und sozialverträgliches Handeln auf der ganzen Welt.

Olaf erklärte zu Beginn der Session, dass er in seinem Job weltweit für ausländische Gäste werbe, die nach Deutschland reisen möchten, und dass in diesem Zusammenhang immer mehr Bezug auf die SDGs genommen werde. Besonders Konsumenten auf den sozialen Medien würden über nachhaltige Angebote in Deutschland informiert.

Übertragen auf die Unternehmensebene erschließt sich eine schockierende und traurige Wahrheit zugleich: 60% der Unternehmen, die mit Nachhaltigkeit werben, kennen die SDGs noch nicht.

Innerhalb der Session haben die Teilnehmer die Wichtigkeit der Fragestellung „Werden die Ziele im Unternehmen kommuniziert“ besprochen, ebenso wie die Klärung der Frage „Wie viele Ziele kann ein einziges Unternehmen behandeln, ohne dass es unglaubwürdig erscheint?“
In diesem Zusammenhang erzählte Olaf von seiner „FeelGood“ Kampagne, welche 6 der 17 Ziele definierte und ansprach.
Laut Olaf raten Experten im Raum grundsätzlich, sich pro Unternehmen beziehungsweise pro Projekt auf nicht mehr als 5-7 Ziele zu fokussieren.

Vielen Dank Olaf für die vielen Insights zu diesem wichtigen Thema!

Nachhaltige Destinationsentwicklung und -Gestaltung

11:15 Uhr – 12:00 Uhr
Sessiongeberin: Veronika Perschl, Tourismusverband Ostbayern

Veronika Perschl arbeitet für den Tourismusverband Ostbayern und hat diese Session ins Leben gerufen, um sich Inspirationen und Ratschläge der anderen Teilnehmer zu holen. Denn in ihrem aktuellen Projekt beschäftigt sie sich damit, wie sie Ostbayern als nachhaltige Tourismusregion definieren kann – innerhalb eines Jahres und mit einem limitierten Budget.

Während der Session tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, dass es zwar schon viele regionale Initiativen gäbe, aber es eine Herausforderung sei, diese wirksam und nachhaltig zusammenzuführen. Wie bei so vielen Dingen im Leben stelle sich hier die Frage
„Wo fängt man am besten an?“

Die Antwort daraus aus den Kreisen der Session: Mit dem Status Quo beginnen!

--> Wo ist unsere Region?
--> Was haben wir bereits, was steht uns noch zur Verfügung?
--> Welche Arten von Unterkünften haben wir, und wir können wir diese sinnvoll kategorisieren?

Nach Bearbeitung und Beantwortung dieser Fragen sollte der nächste Schritt relativ schnell das Definieren von Zielen sein. Hierfür sei es hilfreich, sich Best Practice Beispiele mit ins Boot zu holen, um sich weitere Inspirationen zusammen zu sammeln.
Letztlich bleibt die Frage: „Wie bringe ich das Gesammelte an den Gast?“ Schöne Beispiele hierfür seien ein Genussführer, ein Nachhaltigkeitsführer, oder ein Leitfaden, wie der Leitfaden „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“.

Hier sollten wir nicht touristisch denken, sondern nachhaltig!

Liebe Veronika, vielen Dank für deinen Sessionvorschlag und ganz viel Erfolg mit deinem Projekt!

Vegane Ernährung mit Extrawurst

12:15 Uhr – 13:00 Uhr
Sessiongeberin: Estella Schweizer, Botschafterin für vegane Ernährung

Diese spannende Session von Estella Schweizer drehte sich um ein Thema, welches in der Hotellerie und Gastronomie, aber auch im Privaten, einen besonders hohen Stellenwert hat: Die Kulinarik! Denn als Botschafterin für vegane Ernährung ist es Estella ein persönliches Anliegen, viele Menschen über die Vorteile einer veganen Ernährung zu informieren und sie mit leckeren Gerichten zu inspirieren.

Ihre Session startete Estella direkt mit ein paar augenöffnenden Fakten:

  • Wir könnten die Ziele der Pariser Klimaabkommens bereits morgen erreichen, wenn sich alle Menschen auf der Erde vegan ernähren würden
  • Unser Essverhalten macht ganze 30% unseres persönlich verursachten CO2-Fußabdruck aus
  • In Deutschland leben aktuell 3,2% Veganer, das sind 2,6 Millionen Menschen
  • Weltweit leben schätzungsweise 1 Milliarde Menschen vegan – Prognose steigend

Eine Entwicklung der veganen Gesellschaft, aufgrund welcher Estella sichtlich erfreut schien, ist die Tatsache, dass vegetarisch oder vegan lebende Menschen noch bis vor wenigen Jahren belächelt wurden, diese Themen inzwischen aber längst einen Platz in der Gesellschaft und eine absolute Berechtigung gefunden haben.

Auf die Hotellerie übertragen sollten die sogenannten Flexitarier (Menschen, die mindestens dreimal wöchentlich auf Fleisch verzichten) eine entscheidende Zielgruppe werden. Mit über 30% der Bevölkerung in Deutschland ist diese Gruppe neugierig und gewillt, neue Dinge auszuprobieren. Das biete laut Estella eine große Chance für den Handel und unsere Branche.

Bei der Implementierung von veganen Angeboten im eigenen Hotel oder Restaurant gibt es einige Dinge zu beachten, die den Einstieg unter Umständen erleichtern können:

  1. Wie ist der Wissensstand im Team, wie ist die Speisekarte?
  2. Rezepturen überarbeiten, Mitarbeiter schulen
  3. Was gibt es noch für Ideen aus dem Team, was kann man integrieren?
  4. Integration von Gästewünschen, Auswertung
  • Vegane Produkte müssen lecker aussehen und an den richtigen Stellen auf dem Buffet präsentiert werden (Beispielsweise nicht zwischen Rührei und Speck, denn dort gehen Veganer nicht hin)
  • Die Wünsche veganer Gäste sollten genau gehört und berücksichtigt werden – oftmals bekommt man hier auch tolle Vorschläge und Inspirationen für die eigene Speisekarte
  • Sich nicht hinter dem Argument „Das sind nicht meine Gäste“ verstecken – wenn es das entsprechende Angebot geben würde, kämen auch mehr Veganer zu Besuch
  • Weniger ist mehr: Veganes Essen braucht keine aufwendigen Verzierungen, Farbspritzer, Bläschen und Schnick Schnack – es sollte primär lecker und wohltuend sein

Laut Estella gibt es viele gute Gründe für die Aufnahme veganer Angebote auf der Speisekarte, und Umweltaspekte fließen hier maßgeblich mit rein. Beispielsweise trinkt ein ausgewachsenes Rind täglich das Äquivalent einer vollen Badewanne Wasser, sein ganzes Leben lang – der immense Wert und virtuelle Wasserfußabdruck, der hinter einem einzigen Rindersteak steckt, ist also kaum vorstellbar. Ebenso landen 80% des im Regenwald abgeholzten und angebauten Sojas im Futter der Massentierhaltung.

Estella betonte zum Ende ihrer Session: Es müssen nicht alle VEGANER werden, aber es müssen alle veganer werden.

Und: „Es gibt nichts zu gewinnen – und trotzdem einiges zu verlieren“. Denn wer sich nicht schon heute entsprechend der veganen Nachfrage im Hotel oder Restaurant aufstellt, wird schon bald von den neuen Konzepten der Konkurrenz überholt.

Ein großes Dankeschön an dich, liebe Estella, für die unzähligen wirklich spannenden Infos!

Das Reinigungsdilemma – Ist Nachhaltigkeit in der Hotelreinigung überhaupt möglich?

14:00 Uhr – 14:45 Uhr 
Sessiongeber: Hans Heller, medeco cleantec 

Diese von Hans Heller (medeco cleantec) vorgeschlagene Session drehte sich um die Problematik des umwelt- und ressourcenschonenden Reinigens. Entscheidend seien hierbei der Aufwand, der nach dem manuellen Reinigungsprozess im Abwasserbereich und in der Kläranlage aufkommt.

Um Rückstände und Reinigungsmittelschichten zu vermeiden, sei der Einsatz von lauwarmem Wasser für die Reinigung der erste wichtige Schritt. Als weiteren Punkt nannte Hans die Reduktion des genutzten Reinigungsmittels.

Die Herausforderung bei der korrekten Reinigung im Hotel sei es häufig, dass die im Housekeeping arbeitenden Fachkräfte zu viel Druck und Zeitstress hätten, um die bestmöglichen Prozesse umzusetzen.

Was Hoteliers jedoch immer im Hinterkopf behalten sollten, ist die Tatsache, dass ihre Hotelgäste und deren Gesundheit jeglichen Reinigungsmittelrückständen oder -düften ausgesetzt sind.

Die beste Möglichkeit zur umweltschonenden Reinigung im Hotel ist die Dampfreinigung. Hier die während der Session erarbeiteten Vorteile auf einen Blick:


• Dampf reinigt kraftvoll und porentief, ohne Rückstände zu hinterlassen
• Nahezu das gesamte Hotelzimmer kann mit Dampf gereinigt werden
• Reinigen ohne Chemie

Neben der Umstellung auf eine Dampfreinigung gab Hans den anwesenden Hoteliers mit auf den Weg, ein Umdenken in den eigenen Prozessen anzuregen:


• „Muss ich immer alles reinigen?“
• „Muss ich jeden Tag nass auswischen?“
• „Ist das Desinfizieren von Zimmern notwendig?“
• „Welche Möglichkeiten haben wir, unsere Mitarbeitenden in den veränderten Prozessen mitzunehmen?“

Mit seiner Session wollte Hans den Teilnehmern und Teilnehmerinnen vor allem aufzeigen, wie die hotelinternen Prozesse optimiert werden können.

Lieben Dank, Hans, für diese Session!

Upcycling Interior: Bereits vorhandene Produkte weiternutzen, oder neue Alternativen schaffen

15:00 Uhr – 15:45 Uhr
Sessiongeber: Marina Hobi, die Hotelharmonisierer; Thommy Karl, WOLF.Communication & PR

Marina Hobi (die Hotelharmonisierer) und Thommy Karl (WOLF.Communication) haben dieses spannende Session-Thema „Upcycling Interior“ initiiert, um gemeinsam mit den Campern und Camperinnen einen neuen Horizont in Richtung Umgestaltung und Wiederverwendung zu eröffnen.

Die Ausgangsfrage „Was kann man machen?“ bedingt Kreativität, Inspiration und Mut. Out-Of-The-Box-Thinking ist in dieser Angelegenheit eine entscheidende Charakter-Eigenschaft, denn Upcycling entfernt sich von der uns bekannten Wegwerfgesellschaft und nähert sich der Integration wertschöpfender Produkte und Materialien in unserem Alltag.

Die Main Insights aus dieser Session haben wir für euch zusammengefasst:

• Der Trend zum Upcycling ist deutlich zu erkennen
• Durch gutes Storytelling können alle Upcycling-Projekte attraktiv und schmackhaft kommuniziert werden
• Wertigkeit/Langlebigkeit der aufgewerteten Produkte sollte im Hinterkopf behalten werden Und woher nehmen wir die Inspiration?
• Ein Innenarchitekt kann bei der Kreativität nachhelfen
• Praxisbeispiel: Intakte, aber aus der Zeit gefallene Möbel --> Griffe austauschen, neue Vorhänge anbringen und es entsteht ein völlig neuer Raum
• Praxisbeispiel: Teppiche --> Mit entsprechenden Reinigungsverfahren wieder auf ein gutes Niveau herstellen
• Praxisbeispiel: „Superbude Hostel“ in Hamburg" --> Sehr viel Upcycling und Lesehotel (auch im Luxushotel funktioniert Upcycling!)
• Inspirationsquelle Landlust Magazin

Durch Upcycling entsteht eine ganz neue Beziehung zu den Dingen und der Mehrwert hat sich vervielfacht!

Vielen Dank Marina, Thommy, und allen Teilnehmern für diese tolle Session!

Gesund und nachhaltig ins Bett: Nachhaltige Zimmerausstattung

16:00 Uhr – 16:45 Uhr
Sessiongeber: Jens Rosenbaum, SWISSFEEL 

Die letzte Session im Raum METRO wurde von unserem Partner und Sponsor Jens Rosenbaum vorgeschlagen und abgehalten:
„Gesund und nachhaltig ins Bett: Nachhaltige Zimmerausstattung“.

Jens eröffnete die Session mit dem Gedanken, dass das Bett im Hotelzimmer das Produkt ist, mit dem sich der Gast am längsten und intensivsten auseinandersetzt. Es ist eine wunderbare Eintrittskarte, um sich mit Gesundheit und Nachhaltigkeit zugleich auseinanderzusetzen und dies aktiv und prominent im Storytelling zu kommunizieren.

Aber welche Teile eines Hotelbettes sind überhaupt nachhaltig einsetzbar?
Um diese Frage beantworten und auf bestmögliche Materialien zurückgreifen zu können, sei die Klärung weiterer Punkte unverzichtbar:

1. Mit welchen Wäschereien arbeiten wir?
2. Wo kommen die Produkte her?
3. Wie werden diese nach Gebrauch recycelt?

Weiterführend stellte Jens seinen Hotelbettentest vor, bei welchem er anhand eines 140 Punkte Kataloges Kriterien wie die Bettausstattung, Schlafkomfort und den Hygiene-Zustand von Hotelbetten überprüfe. Somit könne jedes Hotel online anonym schauen, wie gut die eigenen Betten abschneiden und wo Verbesserungspotenziale liegen.

Für den Rest der Session wurde diskutiert, dass man Zierkissen und Zierdecken ohne große Probleme im Hotelzimmer weglassen könne, dass das Housekeeping Material häufig nicht genug Zeit hat, um sich intensiv mit dem Hotelbett auseinanderzusetzen, und dass der Gast im Grundsatz sehr dankbar für guten Schlaf sei.

Vielen Dank, Jens, für diese schöne Session!

Sessions im Raum Curtice Brothers - protokolliert von Fredrik

BNE in der Hospitality – Gewohnheiten durchbrechen und Wissen vermitteln

10:00 Uhr – 10:45 Uhr
Sessiongeber: Michael Eick, Umweltakademie Baden-Württemberg; Marcel Pleister, a&o Hostel; Jan Specht, Curtice Brothers P

Mit einer kleinen Verspätung starteten Michael Eick, Marcel Pleister und Jan Specht in die erste Session des Raums Curtice Brothers mit der Frage: „Wie können wir in der Hospitality Gewohnheiten durchbrechen und Wissen vermitteln?“.

Worauf sich alle Session-Teilnehmer einig waren, ist die Tatsache, dass es für eine wirkliche Veränderung keine Verbote, sondern Motivation braucht. Die springende Frage „Wie erreiche ich die Leute“ sei zu 80% eine kommunikationspsychologische Angelegenheit, in welche die Fragen „Wie überwinden wir die Hürden?“ und „Wie erzählen wir die Umstellung richtig?“ einmünden.

Die Hauptprobleme beim ‚Erreichen‘ der Gäste mit Nachhaltigkeit seien die entstehenden Mehrkosten bei umweltfreundlichen Angeboten und die fehlende Bereitschaft, Infos zu diesen Angeboten erhalten zu wollen. Was aber funktionieren kann, ist eine stückchenweise, kontinuierliche Herangehensweise, bei welcher man nicht zu viel auf einmal anbietet, erwartet oder kommuniziert.

Ein Teilnehmer nannte das erfolgreiche Beispiel Schweden, wo das Buffet oftmals Bio und nachhaltig sei, ohne dass dies aber ‚mit dem Hammer‘ kommuniziert werde. Vielmehr werde die Nachhaltigkeit dort schlichtweg in eine Geschichte eingebettet, wodurch Menschen bessere Möglichkeiten aufgezeigt und auf den Geschmack gebracht werden.

Auch die nachhaltige Kommunikation gegenüber seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bringe seine Schwierigkeiten mit sich, erklärte Michael. Hierbei sei es wichtig, zu zeigen, dass es völlig in Ordnung ist, noch keine Erfahrung oder kein Expertenwissen in diesem Gebiet zu haben –
„Jeder fängt irgendwo an, und wir brauchen eine offene Gestaltung für ein gutes Miteinander.“

Weiterführend haben sich die folgenden Insights aus der Session ergeben:

• Der Fokus in der Kommunikation sollte auf dem Mehrwert legen
• Projektgruppen Nachhaltigkeit, anstelle von extern eingestellten Nachhaltigkeitsbeauftragten (3-4 Leute mit Zeit und Ressourcen, verschiedene Abteilungen & Hierarchien)
• Neujustierung ökonomischer Ziele und Erfolgserlebnisse sinnvoll, wenn nachhaltig gearbeitet werden soll

Danke an Michael, Michael und Jan für diese aufregende Session!

Nachhaltige Sichtbarkeit im Siegel-Dschungel: Greenwashing, Zertifikate, Rechtssicherheit.

11:15 Uhr – 12:00 Uhr

Zu Beginn dieser Session sammelten alle Teilnehmer ihr vorhandenes Wissen und stellten die ihnen bekannten Nachhaltigkeitssiegel vor. Neben Cradle-to-Cradle, dem Blauen Engel und dem GreenSign, wurden auch 56 Zertifikate von Bauhaus erwähnt, aus denen vier Siegel die Nachhaltigkeits- und Gesundheitsthematik abdecken.

Recht schnell machten sich die großen Herausforderungen bei der Wahl und Implementierung von Nachhaltigkeitssiegeln deutlich:
„Wie können Kunden nachhaltige Produkteigenschaften ohne weitere Internetrecherche schnell erkennen?“, „Betrügereien im Siegel-Dschungel sind bekannt, aber wie machen wir diese sichtbar?“ und „Wer unterscheidet zwischen den guten und schlechten Labeln? –
Der Markt? Der TÜV? Der Staat?“

Ein häufig gefallenes Stichwort innerhalb der Session und eine unverzichtbare Eigenschaft eines jeden seriösen Nachhaltigkeitssiegels:
Die Transparenz. Mit Nachweisen belegbare Glaubwürdigkeit zu schaffen ist ein Kernkriterium zur Vermeidung von Greenwashing und Durchsetzung eines rechtssicheren und fundierten Labels, ob innerhalb der Hotellerie oder außerhalb.

Auch die Frage, ob Konsumenten alleinig in der Verantwortung für nachhaltige Kaufentscheidungen stünden, wurde breit diskutiert. Zum einen fehle es den Konsumenten an glaubwürdigen und transparenten Informationen, um immer die bestmöglich nachhaltige Entscheidung treffen zu können, und zum anderen würden auch die Kosten hierbei eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Auf die Aussage eines Teilnehmers hin, dass 80% der Konsumenten sich sowieso nicht für Label interessierten würden, folgte die Feststellung:
„Am Anfang steht das Bewusstsein, nicht das Label.“ Auch bei der Gästekommunikation sei es essenziell, die Geschichte hinter dem Produkt in den Vordergrund zu bringen und damit attraktives Storytelling zu betreiben.

Im Laufe der Session wurden die folgenden weiteren Themen besprochen und festgehalten:

• Vorgaben gewisser Siegel sind teils sinnlos/nicht nachvollziehbar (Beispiel: made in germany – Sitz in NRW, Produktbezug auf Indien, Produktverarbeiteung in Rumänien)
• Verbrauchertäuschung ist ein großes Problem (Beispiel: Schwarzwaldforelle wird ursprünglich aus der Türkei geangelt)
• Es gibt 3 Sorten von Labels: Staatliche Labels, Interessenlabels und Fakelabels
• Sogenanntes „Greenwashing-Hunting“ nimmt Fahrt auf, die Breite Masse beschäftigt sich hiermit auf Social Media
• Die Begriffe „schadstofffrei“ oder „allergiker-gerecht“ werden oft unsinnig am Markt genutzt (dies kann auch rechtliche Konsequenzen haben)
• Gutes Storytelling und Nachhaltigkeitssiegel können Hand in Hand gehen
• Wichtig: Die eigene Marke unabhängig von irgendwelchen Siegen langfristig aufbauen und Vertrauen gewinnen
• Mut zur Lücke! Nicht alle Transparenzanforderungen sind von heute auf morgen möglich – Wichtig ist der Anfang, die Lücken aufzeigen, und transparent kommunizieren, was noch zu tun
• Werte-Transfer notwendig: Labels sollen Verbrauchern Sicherheit geben
• Für Betriebe: Öffentliche Touren anbieten, Kundendialog suchen und Verbesserungsvorschläge annehmen

Vielen Dank an allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen für den vielen Input und die spannende Diskussion!

CO2-Neutralität im Hotel – Kompensation oder Reduktion?

12:15 Uhr – 13:00 Uhr
Sessiongeber: Stephanie Schießl, Schwarzwald Panorama; Fredrik Brüggen, GreenSign

Gemeinsam haben Stephanie Schießl (Schwarzwald Panorama) und Fredrik Brüggen (GreenSign) diese Session zum Thema „CO2-Neutralität im Hotel – Kompensation oder Reduktion“ initiiert und vorgetragen.

Auf die Frage hin, wie das Hotel Schwarzwald Panorama in die Klimabilanzierung gestartet sei, antwortetet Stephie, dass hierfür eine Wesentlichkeitsanalyse entscheidend gewesen sei. Wichtig hierbei war es, ganzheitlich zu denken, anstatt alles auf die Klimabilanz auszurichten.

Weiterführend beantworteten Fredrik und Stephie Fragen bezüglich der in der CO2-Berechnung auftretenden Scopes und machten deutlich, dass Bilanzierung (leider) nicht immer einheitlich verlaufen würden: „Zwischen den Anbietern gibt es große Unterschiede. Die einen stellen die Kriterien weniger transparent dar als die anderen“, erklärte Fredrik.

Stephanie erzählte, dass das Hotel Schwarzwald Panorama sehr genau in der Auswahl seiner Zulieferer aufpasse und hierbei klimafreundliche Unternehmen deutlich bevorzugen würde. Denn Nachhaltigkeit müsse aktiv beim Lieferpartner eingefordert werden, da sonst wenig Einfluss auf externe Dienstleister bestünde.

Dem Thema der CO2-Kompensation, also des Ausgleichs von entstandenen Emissionen durch finanzielle Investitionen in Klimaschutzprojekte, standen die Session Teilnehmer und Teilnehmerinnen skeptisch gegenüber. Zwar sei dies der einzige Weg, um Klimaneutralität erreichen zu können, jedoch sollte aus einer Nachhaltigkeitsperspektive der Fokus immer erst auf der Reduktion liegen und die Kompensation als i-Tüpfelchen betrachtet werden.

Danke an Stephie und Fredrik für die hilfreichen Insights!

Gesundes Bauen mit Cradle-to-Cradle

14:00 Uhr - 14:45 Uhr
Sessiongeber: Peter Bachmann, Sentinel Haus

Das auf unserem Camp schon häufig gefallene Wort „Cradle-to-Cradle“ wurde in dieser Session von und mit Peter Bachmann (Sentinel Haus) zur Freude vieler Camper und Camperinnen vertieft.

Cradle-to-Cradle trägt seinen Ursprung in den USA. Dort hat es seine Produktregistry, in welchem die verschiedenen Produktqualitäten (Bronze, Silber, Platin) nachgelesen werden können. Stand heute sind 246 Produkte für den Bau Cradle-to-Cradle zertifiziert, 50 davon in Deutschland erhältlich.

Laut Peter werden die Qualitätsunterschiede zwischen den Abstufungen immer strenger, und es liegen Welten zwischen Bronze, Silber und Platin.

Cradle-to-Cradle stellt einen guten Lösungsansatz für die Probleme der Materialknappheit dar und ermöglicht gleichzeitig eine längere Lebensdauer diverser Produkte in stetig hoch bleibendem Wert. Stephan Bode, Inhaber des Hotel Schwarzwald Panorama, stellt mit seinem Projekt zur Renovierung der Hotelzimmer im Cradle-to-Cradle Style einen beispielhaften Umgang dar.

Auch das Thema Kommunikation und Transparenz war wichtiger Bestandteil dieser Session: „Das Marketing muss Barbecue-tauglich werden“ – Oftmals erzählen wir mit Cradle-to-Cradle Produkten die Geschichten unsichtbarer Qualitäten, denn Hotelgäste können beispielsweise den Unterschied zwischen Eichenparket und PVC nicht erkennen. Daher braucht es eine authentische und transparente Story, die auch abends am Grill weitererzählt werden kann. Eine einfach handzuhabende App mit den wichtigen Informationen auf einen Blick könnte hierbei hilfreich sein, um Menschen (Hotelgästen, Mitarbeitern oder sonstigen Interessenten) schnell und einfach relevantes Wissen an die Hand geben zu können.

Hier noch ein paar weitere Insights & Tipps:


• Cradle-to-Cradle sollte nicht mit einem Gesundheitsversprechen gekoppelt werden, welches nicht gehalten werden kann
• Greenwashing und Verbrauchertäuschung sind auch hier möglich
• Skepsis gegenüber wirtschaftlich orientierten Zertifikaten (Beispiel: TÜVs stehen in Konkurrenz zueinander)
• Wenn mehr Konsumenten zu Cradle-to-Cradle greifen, ziehen die Konkurrenzunternehmen nach
• Environmental Product Declaration (EPD): Wichtige Zertifikate für nachhaltiges Bauen. Die Hersteller legt fest, welche Eigenschaften in den EPDs transparent darstellt werden sollen, und welche nicht
• Überall, wo es geht, sollte Holz anstatt Stahl zum Bau verwendet werden – natürlicheres und nachhaltigeres Produkt

Ein großes Dankeschön an Peter für die interessante Session und die vielen tollen Infos!

Der Einstieg in die Nachhaltigkeit – Womit sollten Hoteliers und Gastronomen anfangen?

15:00 Uhr – 15:45 Uhr
Sessiongeber: Joachim Schütt & Jan Suwalski 

„Der Einstieg in die Nachhaltigkeit“ war ein überaus informatives und für alle Hoteliers interessantes Sessionthema. Die greifbaren Best Practice Beispiele und Infos aus der Diskussion haben wir an dieser Stelle für euch aufgelistet – ganz viel Spaß bei der Umsetzung!

• Die ersten 3 Schritte: Messen, Zählen, Ist-Standsbestimmung --> Schau dir deinen Status Quo an!
• Keine Zeit, und Beratung kostet Geld? --> Hol‘ dir Praktikanten und/oder Studierende mit ihren Abschlussarbeiten in deinen Betrieb zur Hilfe! / Alternativ: Frag deine Belegschaft, wer mit diesen Themen schon vertraut ist und aushelfen kann
• Nachhaltigkeit ist ein Kostensenker, Innovationstreiber und total sexy
• Hotels haben einen Bildungsauftrag gegenüber ihren Gästen und Mitarbeitern --> Sei selbstbewusst!
• Die nächste Generation steht in den Startlöchern für eine Transformation --> Tausche dich mit jungen Hoteliers aus!
• Nachhaltigkeit ist ein Prozess --> Setze dir einen großzügigen und erreichbaren Zeitrahmen, ohne dich unter Druck zu setzen!
• Ersatz konventioneller Produkte durch nachhaltige Produkte --> Was brauchst du? Was kann auch ‚nur‘ bei Bedarf angeboten werden?
Was kann ganz weg?
• Kreative Lösungen, wie der Schriftzug „Stop the water“ auf der Seife
• Einsatz von LED-Lampen
• Einsatz wassersparende Duschköpfe
• Einfach anfangen, kleine Schritte gehen und Erfolge feiern 

Ist-Analyse, Kommunikation und Orientierung

Vielen Dank Joachim und Jan für diese informative und wichtige Session!

Internationales Tourismusunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität

16:00 Uhr – 16:45 Uhr
Sessiongeber: Thomas Drubba, Hofgut Sternen

In dieser Session wurde der Weg zur CO2-Neutralität am Beispiel des Hofgut Sternen im Schwarzwald aufgezeigt.
Zur Vollständigkeit ein paar Infos über das Hotel:

• 300.000 Besucher im Jahr
• Hotel hat Wasserrecht, aus der Ravennaschlucht Strom zu erzeugen
• Frischwasserkraftwerk darf nicht gebaut werden
• Geklärtes Wasser von einer Kläranlage in der Nähe steht zur Verfügung
• Wäremtauscher und Hackschnitzelanlage sind vorhanden
• Wärme und Strom sind 100% CO2-neutral
• Stromschwankungen sind recht hoch
• Energie-Autarkie wird als Marketing-Tool genutzt
• Lage in Bioenergiedorf
• Essensreste werden an Biokraftwerk geliefert
• Hotel liegt an der Autobahn – Anreise mit dem (E-)Auto verpflichtend

Innerhalb der Diskussion kam die Frage „Muss die Gästeanreise mit in die CO2-Berechnung des Hotels einfließen?“ auf, ebenso wie der Vorschlag, alle möglichen Einflüsse und Perspektiven zu betrachten, wenn man Investitionen in der Nachhaltigkeit tätigen möchte.
Auch die Problematik des Greenwashings durch Kompensation wurde angesprochen und eine allgemeine Skepsis hierfür wurde deutlich.

Dennoch sei die die CO2-Kompensation ein wertvolles Tool für den Ausgleich nicht vermeidbarer Emissionen, um den Status der Klimaneutralität zu erreichen.

Vielen Dank an Thomas für diese Session!

Sessions im Raum Beyond Bookings - protokolliert von Max

Energiewende im Hotel – Energie ganzheitlich umsetzen

10:00 Uhr – 10:45 Uhr
Sessiongeber: Gabi Markert, SenerTec; Dirk Klein, Hotel Haffhus

Diese von Gabi Markert (SenerTec) und Dirk Klein (Hotel Haffhus) vorgeschlagene und ausgeführte Session drehte sich um das Thema „Energiewende im Hotel – Energie ganzheitlich umsetzen“.

Viele Hoteliers stehen vor der Problematik, eine Balance zwischen ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten in puncto Energieverbrauch zu schaffen und halten. Dabei birgt ein gesunder Energiekreislauf vielseitige Einflüsse auf die Umwelt- und Wirtschaftsperformance eines Hotels: „Wir müssen auch hier im energetischen Bereich vernetzend und gemeinschaftlich denken“, sagte Gabi.

Nachdem die Session Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen mit regenerativen Energiequellen miteinander teilten, wurde das Konzept ‚Energieautarkes Hotel‘ gemeinschaftlich als wünschenswertes Ziel definiert. Dieses ist mit einem passenden Energiekonzept möglich, verlangt aber Geduld und Zeit. Weiterführend wurde diskutiert, wie der Einstieg in die Energiewende bestmöglich gelingen kann:

1. Energiecheck & Ist-Analyse der Energie-Flüsse
2. Beratung & Implementierung regenerativer Energien / lokaler Möglichkeiten
3. Individuelle Lösungen finden

Allen Lesern und Leserinnen viel Erfolg beim Einstieg in die Energiewende, und ein Dankeschön an Gabi und Dirk für diese Session!

E-Mobilität & Automobiler Wandel – Segen oder Fluch?!

11:15 Uhr – 12:00 Uhr
Sessiongeber: Hakan Ardic, Wirelane; Dirk Klein, Hotel Haffhus 

Mit großzügigen Sponsorings von Wirelane, Beyond Bookings, Touremo und Opel war das Thema „E-Mobilität“ auf unserem Green Tourism Camp bestens vertreten – Klar, dass es hierzu auch eine Session gab!

„E-Mobilität wurde anfangs als Segen erachtet, nun wird es oft als Fluch betitelt (beispielsweise wegen der Batterien). Nachhaltige Lösungen sind gefragt“ – dieses Statement wurde zu Beginn der Session von einem Teilnehmer genannt und bildete eine tolle Basis für die darauffolgende Diskussion.

Diese behandelte mitunter die Themen der Tesla Destination Changer (welche zwar sehr weit verbreitet sind, aber nicht für alle E-Mobile passend), der schnellen Lademöglichkeiten (teils können gewisse Fahrzeuge gar nicht schneller laden, auch wenn eine höhere Stromzufuhr vorhanden ist) und der Kommunikation mit Gästen. Diese sollte stets informativ und transparent sein, um Gästen auf bestem Wege zu verdeutlichen, warum eine Ladung am Abend beispielsweise schneller geht, als am Tag, und tagsüber bei laufender Küche und Wellnessanlage lange dauert.

Zwei Main Take Aways aus dieser Session lauteten „Es braucht Erfahrung und Zeit, um eine neue Mobilität zu verbreiten“ und „Die Destination muss mithelfen, um die E-Mobilität in den Hotels zu fördern“.

Danke Hakan und Dirk für diese informative Session!

One-Pager Beyond Bookings

Whitepaper Wirelane

Spannungsfeld Gästeerwartungen: Der Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

12:15 Uhr – 13:00 Uhr 

Diese Session behandelte das Spannungsfeld der Gästeerwartungen und dem für Hoteliers und Touristiker damit einhergehenden Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Auch wenn eine Großzahl der Reisenden Nachhaltigkeit inzwischen erwartet und voraussetzt, sind laut den Teilnehmern dieser Session noch immer Diskrepanzen zwischen Nachhaltigkeit und Luxus-Hotellerie erkennbar. Das Argument „Unsere Gäste wollen Nachhaltigkeit nicht“ ist zwar ein oft gehörter Satz, jedoch nicht mehr übergreifend auf die Luxushotellerie anwendbar (Der Öschberghof, das Forestis und der Europäische Hof zum Beispiel sind tolle Vorreiter für die umweltfreundliche und sozial vorbildliche Luxushotellerie).

An dieser Stelle wurde auch die Bereitschaft, mehr Geld für umweltfreundliche Hotelübernachtungen und sonstige Angebote zu bezahlen, diskutiert. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Reisende grundsätzlich bereit für einen Umwelt-Zuschlag seien. Hierfür seien aber gutes Marketing und die richtige Kommunikation entscheidende Faktoren, um Komfortverzicht und negative Einstellungen auf Seiten des Gastes zu vermeiden.

Das Beispiel der a&o Hostels, welche den recht ‚radikalen‘ Ansatz verfolgen, kein Schweinefleisch mehr anzubieten, zeigt, dass es auch striktere Wege gibt, Gästeerwartungen und nachhaltige Angebote miteinander zu vereinen.

Letztendlich bleiben Nachhaltigkeit und Gästeerwartungen noch immer ein Balanceakt, aber auch hier: Kommunikation is Key, und der Ton macht die Musik :-)

Danke für diese Session!

Nachhaltigkeitsmultiplikatoren in der Branche und bei allen Stakeholdern

14:00 Uhr – 14:45 Uhr 

„Wer ist Vorbildfunktion für die Nachhaltigkeit?“ – Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer dieser Session besonders viel. Zwischen Hotelkette, Gästen, Destinationen und Netzwerken sei es hilfreich, den Keyplayer zu definieren, welcher am meisten Transformation hervorbringen kann und im Spannungsfeld Nachhaltigkeit den ersten Dominostein anstößt.

Bildung sei hierbei ein wichtiger Begleiter, denn Nachhaltigkeit sollte bei den nachfolgenden Generationen schon von Klein an beigebracht und mit auf den Weg gegeben werden. Sabine Böhling fasste das Gespräch treffend zusammen: „Jeder, der überzeugt Nachhaltigkeit umsetzt, ist Multiplikator!“

Vielen Dank an die Session Teilnehmer für die schöne Diskussion!

Let’s go nuts: Fair gehandelte Nüsse als Alleskönner in der Küche

15:00 Uhr – 15:45 Uhr
Sessiongeberin: Estella Schweizer 

Diese Session schloss sich an Estella’s vorheriges Thema der veganen Küche an (schau da noch einmal nach – super spannend) und brachte die Nuss als Alleskönner in der Küche und tierfreie Alternative in Szene.

Passend zum Thema wurden vegane Nuss Cremes und Dips vorgestellt und zur Verkostung ausgeteilt – Nüsse bringen eine interessante Note in die vegetarische und vegane Küche, und sind dabei sehr gesund. Die verholzten Früchte verbrauchen weniger CO2 als Fleisch oder Milchprodukte und dienen daher als klimaschonenden und luxuriöse Alternative.

Danke, liebe Estella, für die leckeren Snacks und den schönen Session Vorschlag.

ENOUGHNESS – Was sind die Antworten aus der Hotellerie? Was bedeutet holistische Nachhaltigkeit für Reisen und Konsum?

16:00 Uhr – 16:45 Uhr
„Sessiongeberin: Angélique Krauter 

Diese Session wurde von Angélique Krauter (Dansk Wilton) vorgeschlagen und eröffnet, und behandelte die Themen Enoughness, Contactness, Openness und einen holistischen Ansatz hierfür in der Hotellerie.

Der Trend ginge ganz klar von „I can’t get enough“ hin zur Natur, zur Einfachheit und zum Minimalismus, besprachen die Session Teilnehmer. Dass die Regionalität eine essenzielle Basis für nachhaltige und minimalistische Hotelkonzepte ist, war allen Campern und Camperinnen klar.

Ein Dankeschön geht an Angélique für diese Session Idee!

Donnerstagabend - Kleine Feedbackrunde und Party

Nach einem intensiven Session Tag mit vielen spannenden Gesprächen und tollen Wissenstransfers fragten wir die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach ihren wichtigsten Eindrücken und Erkenntnisse. Hier unsere Lieblingsantworten:

Mehrweg ist die einzig richtige Methode für einen Change

Sebastian Kalliwoda (weframe)

Wir brauchen ein Nachhaltigkeitstagebuch und Gift Bags für unsere Mitarbeiter

Suzann Heinemann (GreenSign)

Wir sollten erst überlegen, was wir im Bereich Nachhaltigkeit wirklich bewirken möchten, und dann mit dem Projekt starten – kein blinder Aktionismus mehr!

TIm Deisinger (Beyond Bookings)

Bei Cradle-to-Cradle müssen wir genau hinschauen

Lukas Obendorfer (Der Birkenhof)

Ich habe viel Inspiration für die Gewinnung von Mitarbeitern und einen guten Umgang mit ihnen gewonnen. Zum Beispiel: Das Schreiben einer eigenen Stellenazeige oder das Drehen eines kurzen Werbe-Films der bestehenden Mitarbeiter

Bettina Bachmann (Das Kartoffelhaus)

Eine vegane Küche muss auf die Speisekarte!

Thomas Drubba (Hofgut Sternen)

Wir können alle noch viel voneinander lernen

Jörg Buntenbach (Green Planet Energy)

Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn Transparenz, Authentizität und Qualität gegeben sind.“

Christian Reschke (SWISSFEEL)

Ich habe total viele nette Leute getroffen und ganz viel auf der Tour mitgenommen

Lisa Kampmann (Netzwerk Vitamine)

Die SDGs sind ein wunderbarer Baukasten. Wir sollten uns fragen, wo kann ich angreifen, welche sind meine Handlungsfelder, wo kann ich etwas bewirken?

Olaf Schlieper (Deutsche Zentrale für Tourismus)

Wenn sich alle noch einmal die SDGs anschauen würden, wäre das mein Diamant für heute.

Sabine Böhling (sb2 concepts)

Im Anschluss an die Feedbackrunde wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in eine kleine Pause entlassen, um sich bereit für den Abend zu machen.

Köstliche Vorspeise, Punch, Feuerschalen und Musik gab es auf der Terrasse, gefolgt von einer Polonaise in den Raum SWISSFEEL, einem köstlichen Hauptgang begleitet von unterhaltsamer Musik von „Die drei Richtigen“ und einem ausgelassenen Party-Abend in der Bar. Ein rundum gelungener Tag und wir danken euch sehr für diese besondere Zeit!

Frau am Essenstisch draußen
Saal mit Tischen
Musiker

Freitag - Man muss aufhören, wenn es am schönsten ist

Nach zwei langen Camp-Tagen und einer kurzen Nacht fanden sich alle Camp Teilnehmer und Teilnehmerin am Freitagmittag zum letzten Mal zusammen für eine abschließende Feedbackrunde. In dieser wurden die Top-Erkenntnisse der vergangenen Tage vorgestellt und ein allgemeines, sehr positives Stimmungsbild verzeichnet – wir danken euch allen für euer liebes Feedback und die Glückwünsche zu einem ganz erfolgreichen Green Tourism Camp!

Die schönsten Beiträge haben wir ganz fleißig mitgeschrieben und möchte dies mit euch teilen:

Anna Juranek

Waldhotel Stuttgart

„Vielen Dank, dass wir uns kurzfristig dazu schalten durften und dass ihr das alles so spontan auf die Beine gestellt habt – Trotzdem bin ich sehr neidisch, dass ich nicht persönlich dabei sein konnte ;-)“.

Simone Dörffeldt

Pacovis
„Das Camp von vorne bis hinten super organisiert. Vielen Dank dafür.“

Sabrina Deutsch

Saarland Tourismus
„Ich bin frustriert hierhergekommen und habe auf dem Camp wieder neue Motivation gefunden. Ich werde mir ab Montag im Büro spanenden Nachhaltigkeitsaufgaben für jede Abteilung überlegen und mit voller Energie Überzeugungskraft leisten.“

Thorsten Schulz

Wirelane
„Da draußen gibt es viele Menschen, die nicht den Zugang zu diesem Wissen haben, wie wir hier auf diesem Camp. Nehmt eures mit und gebt es weiter.“

Daniel Slaghekke

Opel
„Ich bin hier als Branchenfremder hinzugekommen, aber wurde sehr aufgenommen im Team. Schade, dass man nicht alle Sessions besuchen konnte, denn es waren so viele spannende Sessions. Das Camp war ein Dauerimpuls.“

Sabine Böhling

sb2 concepts
„Meine Highlights waren das Fahren des kleinen Opel Autos und das Kickerspielen!“

Rebecca Wilms

Bayern Tourismus
„Es war ein entspannter und gleichzeitig intensiver Austausch.“

Marina Hobi

die Hotel-harmonisierer

„Mein Fazit ist auf einer sehr persönlichen und emotionalen Ebene. Das gesamte Camp war wie eine Familie für Moritz und mich, auch wie lieb der Hund integriert wurde. Das ist nicht selbst verständlich und ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal.“

Katharina Joggerst

Europöischer Hof Heidelberg
„Hier im Camp konnte man in viele andere Richtungen schauen, und nicht nur in seinem Tunnelblick geradeaus. Man konnte wirklich aus jeder Session etwas mitnehmen.“

Frank Heinemann

Buchungsservice 24
„Es war eine ganz tolle Veranstaltung und ich bin sehr stolz auf Suzann und das Team von GreenSign.“

Florian Firley

Waldgasthof Margarethenmühle
„Ich gehe sehr bestärkt aus dieser gesamten Veranstaltung heraus. Die Green Tour mit Stephanie hat viele kleine, einfache und zügig umgesetzte Stellschreiben aufgezeigt, die ich gerne mit in unser Hotel zurücknehmen.“

Stephanie Schießl

Hotel Schwarzwald Panorama
„Moritz hier beim Camp dabei zu haben war so schön, dass ich mich in den nächsten 72 Stunden an die Recherche machen werde, welche Hunderassen sich als offizieller Hotelhund gut machen würden.“

Sebastian Kolb

BRITA
„Meine Erwartungen wurden übertroffen.“

Wolfgang Erben

DUNI
„Man lebt im Alltag sehr in seiner Bubble - hier auf dem Camp kommt man da raus. Das fand ich unheimlich bereichernd.“

Gabi Markert

SenerTec
„Mich hat es geflasht, wie weit manche Hoteliers schon sind. Weiter so!“

Lisa Boje

die Hotel-Harmonisierer
„Im ersten Camp ging es schon gut zu, dieses Mal gab es neue, noch tiefere Themen. Immer mehr und immer weiter.“

Sebastian Kalliwoda

weframe
„So viel Aktionismus in 3 Tagen angeregt zu haben ist großartig.“

Estella Schweizer

Botschafterin für vegane Küche
„Mein Highlight war es auf diesem Camp zu sehen und zu wissen, dass ich mich mit meinem Thema niemandem aufdränge, sondern dass sich die Leute wirklich für das Thema vegane Ernährung interessieren.“

Konstantin Ballek

ETL Adhoga
„Ich mochte am Camp sehr, dass man aus seiner Comfort Zone herausgekommen ist. Alles hier Gelernte werde ich in meine kommenden Workshops und Veranstaltungen nehmen.“

Sibylle Merrettig

Lindenhof Gästehaus

„Es war klasse und der Giftschrank ist schon ausgesucht.“

Thomas Drubba

Hotgut Sternen
„Mein absolutes Highlight war die Erkenntnis, dass 30% unseres CO2-Fußabdrucks durch unsere Ernährung beeinflusst wird.“

Peter Grett

Touremo
„Mir waren die persönlichen Begegnungen viel Wert. Egal, bei wem man an den Tisch kam, es haben sich immer tolle Gespräche gefunden.“

Olaf Schlieper

Deutsche Zentrale für Tourismus
„Das Camp war erfolgreich, weil alle Teilnehmer Kompetenzen, Erfahrung und Enthusiasmus mitgebracht haben. Ich möchte die SGDs nun weiter bei uns im Unternehmen implementieren und freue mich auf die Reise.“

Christian Reschke

SWISSFEEL
„Ich habe mitgenommen, dass man nicht alleine kämpft. Jens und ich sind auf dem richtigen Weg.“

Stephan Bode

Hotel Schwarzwald Panorama
„Ich bin froh, dass wir das Event trotz aller Umstände so gut überstanden haben. Und ich habe wieder einmal erkannt, dass ich das beste Team der Welt habe.“

Oliver Hasert

Parkhotel Landau
„Ich werde in den nächsten 72 Stunden die TUTAKA Plattform durchforsten, denn die sehe ich als große Bereicherung.“

Lena Götzenberger

TUTAKA
„Die vielen Lobgesänge unterschreibe ich gerne. Es war auch mein erstes Barcamp. Anne Seubert hat mit ihrer Moderation eine Atmosphäre geschaffen, in der sich jeder wohl fühlt und sprechen mag. In den nächsten 72 Stunden werde ich mich mit meinem sehr vollen Kopf beschäftigen, der viel reflektieren mag.“

Carolin Schomaker

UniCaps
„Es war mein und Chiaras erstes Barcamp und wir sind begeistert von diesem Format. Man konnte sich auf Augenhöhe austauschen und trotzdem kritisch diskutieren.“

Lisa Kampann

Netzwerk Vitamine
„Man hat auf diesem Camp gemerkt, dass wir doch alle die gleichen Themen haben, die uns beschäftigen. Wir sind nicht allein. In den nächsten 72 Stunden möchte ich das Netzwerken mit den Menschen, die ich auf dem Camp kennengerlernt habe, vorantreiben.“

Tim Deisinger

Beyond Bookings
„Meine Erwartungen, die schon sehr hoch waren, wurden übertroffen. Ich bin beeindruckt, wie umfassend das Thema Nachhaltigkeit ist, und dass wir zwar die Kleinigkeiten beachten müssen, die einen Impact haben, aber dabei das große Ganze nicht aus den Augen verlieren dürfen.“

Armin Wolff

GreenSign
„Mir hat die Offenheit und die Bereitschaft aller Beteiligten wieder sehr gut gefallen.“

Tobias Günther

rezemo
„Großes Dankeschön für ein Wahnsinn organisiertes Event. Hier bin ich mit Leuten in Kontakt getreten, die ich sonst niemals auf dem Schirm gehabt hätte.“

Jens Rosenbaum

SWISSFEEL
„Mein Highlight war die Harmonie, die auf diesem Camp geherrscht hat. Man hat hier das Gefühl wie auf einem Klassentreffen alter Freunde, und alle hatten sogar noch Bock drauf! Die Hotellerie kann für Rest der Bevölkerung ein Vorreiter sein und hat so viel Potenzial – das müssen wir weiter ausschöpfen.“

An dieser Stelle möchten auch wir, die Organisatoren des Green Tourism Camps, unseren großen Dank aussprechen. Dafür, dass ihr euch in diesen Zeiten so zahlreich mit uns getroffen habt, um die Nachhaltigkeit im Tourismus weiter voranzutreiben, für euren vielseitigen und qualitativ hochwertigen Input während der Sessions und einfach für drei unvergessliche, ganz besondere Camp Tage!

Vielen Dank an Stephan, Stephanie, Andrea, Felix und alle weiteren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hotels Schwarzwald Panorama, die sich über unsere Erwartungen hinaus für ein erfolgreiches Event eingesetzt und maßgeblich dazu beigetragen haben – ihr seid großartig!

Von Herzen DANKE an unsere wunderbaren Sponsoren und Unterstützer, ohne die das Green Tourism Camp nicht das gleiche gewesen wäre. Die Unterstützung wissen wir sehr zu schätzen!

SAVE THE DATE: Wie angekündigt ist der Nachschub schon gesichert. Haltet euch den 16. bis 18. November 2022 frei, damit wir uns hier zum nächsten #GTC im Lindner Congresshotel in Düsseldorf wieder treffen.

Bis bald und bleibt grün und gesund,

Eure Darlene & GTC-Team

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